Vor der ernte sind die beiden Brüder wie die Feinschmecker. Sie kosten, beißen, kauen die Beeren, Tag für Tag, und manchmal ein paar Mal am Tag. Jetz wird alles deutlich, entscheidet sich alles und ihre Wunschvorstellung ist ganz einfach: ein wein zum Trinken und immer wieder Trinken, ein wein mit finesse, mit duftender Frucht, zugleich elegant und der idealerweise Rugbyspieler und Tanzerinnen, santfe Träumer und Gromäuler, neugierige liebhader und kritische Connaisseurs vereinen könnte.

Ein Wein, der versohnt also, vor allem aber ein Wein der ist wie sie : Zugleich tief verwurzelt hoer, im kalkgestein und den gelben und blauen Tonböden unseres Terroirs und doch weltoffen.

Dies beanspruchen sie laut und deutlich und dafür sind sie zu allen Opfern bereit und zu allen Anstrengungen. In aller Demut möchten sie noch besser werden, sich noch ein wenig mehr ihren Träumen nähern und wissen doch genau, dass ein Menschenleben dafür nicht genug ist.

Texte de Jacques Maigne, Revue « In Vino » N°6